Unterricht in Bewegung und Sport

Der Unterricht in Bewegung und Sport findet nur mehr an Schulen mit sportlichem Schwerpunkt und an der Bundessportakademie statt. An allen anderen Schulen ist der Unterricht eingestellt. Möglich ist ab 3.6.2020 aber sportliche Aktivität an Schulen unter Einhaltiung der Hygienerichtlinien des Gesundheitsministeriums. Dabei handelt es sich allerdings um keinen Sportunterricht mit Beurteilung, sondern um bloße sportliche Betätigung im Anschluss an den Vormittagsunterricht oder während der Zeit der Beaufsichtigung. Diese sportliche Anleitung durch Lehrkräfte wird wie der Sportunterricht mit 0,955 WE abgegolten. Die Teilnahme ist für Schüler/innen freiwillig. Die Vorgangsweise ist im § 7 Abs. 8 der novellierten Verordnung zur Bewältigung der COVID-10 Folgen im Schulwesen für das Schuljahr 2019/20 und 2020/21 (C-SchVO) beschrieben: – NEU am 2.6.2020

„Die Schulleitung kann ab dem 3. Juni 2020 bis zum Ende des Unterrichtsjahres 2019/20 während oder nach dem Ende des Schultages Ergänzungsunterricht nach dem Lehrplan des Gegenstandes „Bewegung und Sport“ für jene Schülerinnen und Schüler durchführen, die sich bis zu einem von der Schulleitung festzusetzenden Zeitpunkt, angemeldet haben. Die angemeldeten Schülerinnen und Schüler sind zu Ergänzungsunterrichtsgruppen von mindestens 8 und höchstens 18 Schülerinnen und Schülern zusammenzufassen. Ein allfälliger Ergänzungsunterricht muss spätestens am 15. Juni 2020 beginnen. In diesem Ergänzungsunterricht sind die für die Betretung von Sportstätten und für die Ausübung von Sport im Rahmen von Sportorganisationen mit gesamtösterreichischer Bedeutung im Breitensport zur Bekämpfung der Verbreitung von COVID-19 verordneten Maßnahmen einzuhalten.“

Nähere Informationen zu den Covid-19 Regelungen im Breitensport sind auf der Webseite von Sport Austria zu finden – NEU am 2.6.2020

Geregelt wird die Aussetzung des Sportunterrichts in einem Schreiben des BMBWF vom 7. 5. 2020 zur „Umsetzung des Etappenplans für Schulen – Richtlinien für die Unterrichtsorganisation und die pädagogische Gestaltung“ im Punkt 6 (Stundenplan und Unterrichtsgegenstände: Notwendige Anpassungen):

„Der jeweilige Stundenplan der Schulklassen bleibt grundsätzlich aufrecht und soll so wenig wie möglich verändert werden. Aufgrund der aktuellen epidemiologischen Rahmenbedingungen werden jedoch folgende Anpassungen vorgenommen: …

– In der … Sekundarstufe I findet in diesem Schuljahr kein Nachmittagsunterricht mehr statt. …

– In der Sekundarstufe II kann der Unterricht am Nachmittag beibehalten werden. …

– Freigegenstände und unverbindliche Übungen finden bis Schuljahresende nicht mehr statt.

Das Unterrichtsfach „Bewegung und Sport“ findet in allen Schulstufen bis Schuljahresende aus epidemiologischen Gründen nicht mehr statt. Für Sonderformen sowie lehrplanmäßige Schwerpunktbildungen in „Bewegung und Sport“ erfolgt eine gesonderte Information. …

– Pflichtgegenstände, die bislang am Nachmittag unterrichtet wurden, sollen nach Möglichkeit auf den Vormittag oder Mittag verlegt werden. Die durch den Entfall von „Bewegung und Sport“, Freigegenständen und unverbindlichen Übungen entstehenden Freistunden sollen, wenn möglich, dafür genutzt werden. …“

Im Punkt 7 (Betreuungstage: Unterstützung bei Hausaufgaben) wird geregelt:

„Neben dem Unterricht im Schichtsystem bleibt das Betreuungsangebot an den Schulen aufrecht. Eltern und Erziehungsberechtigte, die keine anderen Betreuungsmöglichkeiten haben, können diese Betreuung weiterhin in Anspruch nehmen. …

– Auch große Räume, wie beispielsweise der Turnsaal, können genutzt werden. Die Betreuung erfolgt z.B. durch Stützlehrerinnen und Stützlehrer oder Lehrerinnen und Lehrer, deren Gegenstand aktuell nicht unterrichtet wird (wie z. B. Bewegung und Sport). …“

Der Punkt 11 (Lehrpersonalressourcen) schreibt vor:

„Grundsätzlich ist mit den am Schulstandort vorhandenen Personalressourcen das Auslangen zu finden. Dabei können für zusätzliche, aus der neuen Unterrichtsorganisation entstehende Bedarfe als Personalreserve genutzt werden:
Lehrpersonen, deren Gegenstände nicht mehr unterrichtet werden (z. B. Freigegenstände und Unverbindliche Übungen, Bewegung und Sport).
– Lehrpersonen, die durch aktuell nicht notwendige Gruppenteilungen (z. B. bei differenziertem Unterricht) oder durch den Entfall eines sonst üblichen Teamteachings Ressourcen zur Verfügung haben.
Pädagoginnen und Pädagogen, die nicht unterrichten, werden gebeten, Aufsichtsfunktionen zur Einhaltung der Hygienebestimmungen sowie Betreuungsaufgaben wahrzunehmen.
Sofern mit einem flexiblen Personaleinsatz nicht alle Erfordernisse abgedeckt werden können, kommt auch die Vergabe von MDL in Frage.“


Bewegung und Sport in sportlichen Schwerpunktschulen

In Schulen mit allgemeinem sportlichen oder leistungssportlichem Schwerpunkt sowie an der Bundessportakademie ist der Sportunterricht unter Berücksichtigung von besonderen Auflagen möglich.

Die entsprechenden Bestimmungen sind in der „Information zu den Bestimmungen für „Bewegung und Sport“ in Sonderformen im Rahmen des Etappenplans“ zusammengefasst.


Leistungsbeurteilung in Bewegung und Sport

Die wesentliche Basis der Leistungsbeurteilung für das Schuljahr 2019/20 bilden das Halbjahreszeugnis sowie die Leistungen, die bis zum 16. März 2020 (in Berufsbildenden mittleren Schulen, in denen ein Praktikum zu absolvieren ist, bis 3. März 2020) erbracht worden sind.

Leistungen, die im Rahmen des Distance-Learning erbracht wurden und des dann folgenden Präsenzunterrichts erbracht werden, fließen in die Gesamtbeurteilung ein.

Fristen für die Abhaltung von Prüfungen und für Notenkonferenzen werden so angepasst, dass sie auch noch bis zwei Tage vor Ende des Unterrichtsjahrs abgehalten werden können.

Im Informationsschreibens des BMBWF heißt es zu Leistungsbeurteilungen grundsätzlich:

„Als Grundlage für die Leistungsbeurteilung sind alle im Schuljahr 2019/20 erbrachten Leistungen bzw. in NOST-Schulen die im Sommersemester 2020 erbrachten Leistungen heranzuziehen.
Für die Semester- und Jahresbeurteilung werden zudem folgende Leistungen berücksichtigt:
  • Mitarbeit gemäß § 4 Abs. 1 LBVO ..
  • Mündliche und schriftliche Leistungsfeststellungen ..
  • Der Grundsatz, dass zuletzt erbrachte Leistungen das größere Gewicht zuzumessen ist (§ 20 Abs. 1 LBVO 7), wird für das laufende Schuljahr/Semester außer Kraft gesetzt.
  • Frühwarnungen gemäß § 19 Abs. 3a SchUG 8 sind – gegebenenfalls auch online – auszusprechen, wenn noch Fördermaßnahmen zur Vermeidung negativer Beurteilungen möglich sind.“

Für Spezialfälle (z.B. „Nicht beurteilt“ im 1. Semester) sind Feststellungsprüfungen und Semesterprüfungen (in NOST-Schulen) zulässig.

Verordnung zur Bewältigung der COVID-19 Folgen im Schulwesen für die Schuljahre 2019/20 und 2020/21 (C-SchVO)