Schulveranstaltungen 2020/21

Schulveranstaltungen im Schuljahr 2020/21 – NEU am 24.6.2020

Schulveranstaltungen können im Schuljahr 2020/21 aus derzeitiger Sicht wieder geplant und durchgeführt werden. Insbesondere hinsichtlich der Stornokosten ist jedoch darauf Bedacht zu nehmen, dass diese möglichst günstig für die Schulen vereinbart werden, da eine Fortführung des COVID-19-Schulveranstaltungsausfall-Härtefonds im Schuljahr 2020/21 nicht vorgesehen ist.

Stornokosten können beim Schulstornofonds für Schulveranstaltungen eingereicht werden, die zwischen 11.3.2020 und Ende des Schuljahres 2019/20 stattgefunden hätten und auf die Zeit bis 31.12.2020 verschoben wurden bzw. werden. Einreichfrist ist der 30.9.2020, spätester Zeitpunkt für die Stornierung ist das Ende des Schuljahres 2019/20. Weitere Voraussetzung für eine Stornierung ist eine Untersagung der Schulveranstaltung. Die Untersagung erfolgte am 11.3.2020 bzw. 6.4.2020.

Informationsschreiben des BMBWF für die Durchführung von Schulveranstaltungen und schulbezogenen Veranstaltungen im Schuljahr 2020/21

Schulveranstaltungen

Absage von Schulveranstaltungen

Das Bildungsministerium hat mitgeteilt, dass die Durchführung von Schulveranstaltungen und schulbezogene Veranstaltungen bis Ende des Schuljahres untersagt ist ( Begleitbrief von BMBWF und OEAD zur Rückerstattung von Stornokosten). Dies betrifft sowohl ein- als auch mehrtägige Veranstaltungen. Es wird daher dringend empfohlen, keine weiteren Schulveranstaltungen in diesem Semester zu planen.

Folgende Maßnahmen sind nun erforderlich:

  • Kontaktaufnahme mit dem Quartier hinsichtlich einer möglichen Verschiebung der Veranstaltung z.B. in den Herbst bzw. allfälliger kostenloser Stornierungsmöglichkeiten. Kostenlos stornierbare Veranstaltungen sind zu stornieren.
  • In Bundeseinrichtungen werden bei Stornierungen keine Stornokosten verrechnet.
  • Für noch geplante Veranstaltungen sind keine Anzahlungen zu leisten.
  • Da nicht absehbar ist, wie lange das Verbot von Schulveranstaltungen bestehen bleibt, wird empfohlen, Veranstaltungen, die für dieses Semester geplant sind, abzusagen.
  • Für abgesagte Veranstaltungen wurde von Seiten der Bundesregierung ein Schulveranstaltungsausfall-Härtefonds geschaffen, der Stornoforderungen an die Erziehungsberechtigten abgelten soll (siehe unten).
  • Durch die Absage einer Schulveranstaltung bzw. schulbezogenen Veranstaltung entstandene Mehrkosten einer Lehrperson werden vom Dienstgeber übernommen; die Geltendmachung erfolgt mittels Dienstreiseabrechnung.

Wurden Sportwochen abgesagt oder in das nächste Schuljahr verschoben, wird ersucht, wie nach jedem Kurs das Melde-/Evaluationsblatt mit einem entsprechenden Vermerk über die Absage/Verschiebung an das Fachinspektorat zu senden.

Mitteilung des BMBWF vom 11. März 2020
Mitteilung des BMBWF vom 6. April 2020

Stornokosten bei Absage von Schulveranstaltungen

(Mitteilung der Gewerkschaft Bezug nehmend auf COVID-19-Schulstornofonds-Gesetz, BGBl I Nr. 23/2020)

Ein eigener Schulveranstaltungsausfall-Härtefonds wurde geschaffen. Aufgabe des Fonds ist der Ersatz jener Kosten von Schüler/innen oder deren Erziehungsberechtigten, die diesen durch Untersagung von begünstigten Schulveranstaltungen entstanden sind.

Von den Schulpartnern (SGA/Schulforum)  für die Durchführung im Zeitraum vom 11. März 2020 bis zum Ende des Schuljahres 2019/20 beschlossene mehrtägige Schulveranstaltungen, mit welchen eine Nächtigung verbunden hätte sein sollen oder wäre, können von der Schulleitung, der Schulbehörde oder dem zuständigen Bundesminister wegen Undurchführbarkeit untersagt werden, wenn

  1. am Ort der Schulveranstaltung unvermeidbare und außergewöhnliche Umstände auftreten, die eine Durchführung oder Reise zum Veranstaltungsort erheblich beeinträchtigen oder mit einer gesundheitlichen Gefährdung für Teilnehmer/innen oder Dritte verbunden wären,oder
  2. aufgrund unvermeidbarer und außergewöhnlicher Umstände eine Unterrichtsarbeit und Leistungsbeurteilung vor Ende des Unterrichtsjahres nicht mehr gesichert wäre,oder
  3. ein Fall des § 2 Abs. 7 Schulzeitgesetz (behördliche Sperre der Schule) vorlag.

Schulveranstaltungen, die gemäß einem oder mehreren dieser drei Sachverhalte untersagt wurden, sind begünstigte Schulveranstaltungen.

Ersatzfähig sind folgende Kosten, die Schüler/innen und Erziehungsberechtigte zu tragen hätten:

Kosten für Fahrt (einschließlich Aufstiegshilfen), Nächtigung, Verpflegung, Eintritte, Kurse, Vorträge, Arbeitsmaterialien, die leihweise Überlassung von Gegenständen und durch zusätzliche besondere Entschädigungen oder Entschädigungspauschalen des Reiseveranstalters, die Schüler/innen und Erziehungsberechtigten aufgrund eines Rücktrittes von der Reise vor Reisebeginn aufgrund der Untersagung der Schulveranstaltung aus einer vertraglichen Verpflichtung erwachsen sind.

Ersatzfähig sind Kosten allerdings nur,

  • wenn mit den Vertragspartnern keine einvernehmliche Regelung erreicht werden konnte, insbesondere über eine kostenlose Verlegung der Schulveranstaltung auf einen anderen Termin,
  • das Pauschalreisegesetz nicht anwendbar ist oder nach dem Pauschalreisegesetz aufgrund eines Rücktrittes vor Beginn der Pauschalreise eine Entschädigungspflicht entsteht und
  • die Information über die Untersagung an die Vertragspartner, die eine besondere Entschädigungbegehren, unverzüglich erfolgte.

Die Österreichische Agentur für Bildung und Internationalisierung (OEAD) ist für die Abwicklung der Rückforderungen zuständig und betreibt dafür eine eigene   Webseite zur Abwicklung der Rückforderungen, auf der die näheren Regelungen zur Vergabe der Mittel und die Auszahlungsmodalitäten beschrieben sind. Der Ersatz von Stornokosten kann bis 30. September 2020 eingereicht werden und betrifft Veranstaltungen die in Wien spätestens am 6. September 2020 enden.

Begleitbrief von BMBWF und OEAD zur Rückerstattung von Stornokosten
Leitfaden zur Rücküberweisung von Stornoforderungen
Juristische Guidelines für Lehrkräfte
Unterlagen zur Rücküberweisung von Kursbeiträgen stornierter Kurse über die BAWAG P.S.K. (Bildungsdirektion für Wien)
Covid-19-Schulstornofonds-Gesetz

Häuslicher Sportunterricht – organisatorische Hinweise

Organisatorische Hinweise zum Sportunterricht während der Covid 19-Pandemie

Im Zusammenhang mit den Maßnahmen der Bundesregierung zur Eindämmung des Coronavirus entfällt der Schulbesuch ab 16.3.2020 bis auf weiteres. Für die Volksschule und die Sekundarstufe I ist allerdings eine Betreuung jener Schüler/innen vorgesehen, die nicht zu Hause bleiben können. Wann ein regulärer Unterricht wieder beginnt ist derzeit noch nicht absehbar.
Dennoch ist in dieser Zeit auch im Gegenstand Bewegung und Sport mit den Schülerinnen und Schülern digitaler Kontakt zu pflegen und sind ihnen Bewegungsaufgaben zur häuslichen sportlichen Betätigung zu erteilen (siehe eigenen Beitrag zu inhaltlichen Hinweisen).

Im Zeitraum des häuslichen Unterrichts ist der Besuch externer Sportstätten verboten.

Weiters sind alle Schulwettkämpfe bis Ende des Schuljahres abgesagt.

Schulveranstaltungen dürfen nicht mehr durchgeführt werden (siehe eigenen Beitrag)

Evidenzbericht zu Bewegung und Sport

In einem Evidenzbericht zum Themenbereich Bewegung und Sport an den mittleren und höheren Schulen Wiens wurden die wesentlichsten Zahlen und Daten zu den Bereichen Schulen, Lehrer/innen, Unterricht, Schulveranstaltungen und Schulwettkämpfe zusammengefasst.

Der Bericht kann HIER heruntergeladen werden.

Rundschreiben 22/2019: Organisatorische Richtlinien für den Unterricht in Bewegung und Sport

Das Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur hat ein neues Rundschreiben zu den organisatorischen Angelegenheiten des Unterrichts in Bewegung und Sport veröffentlicht.

Behandelt werden die Themen:

  • Gruppengrößen
  • Bekleidung / Schmuck / Körperpflege
  • Dislozierter Unterricht
  • Schwimmunterricht
  • Gleichzeitig wird das Rundschreiben 18/2018 außer Kraft gesetzt.

Rundschreiben 22/2019 (Organisatorische Richtlinien für den Unterricht in Bewegung und Sport)

Entwicklung der Unverbindlichen Übungen 2019/20

Auf Grundlage der definitiven Lehrfächerverteilungen der AHS werden die Stundenzahlen und Inhalte der Unverbindlichen Übungen ausgewertet. Ein kurzer Überblick kann den folgenden Charts entnommen werden.

Stundenanzahl Unverbindliche Übungen aus Bewegung und Sport:
(Chart betrachten)

Inhalte Unverbindlicher Übungen aus Bewegung und Sport:
(Chart betrachten)

Ballspiele in Unverbindlichen Übungen aus Bewegung und Sport:
(Chart betrachten)

Befreiung aus Bewegung und Sport – Änderung

Mit 1. 9. 2018 trat eine Änderung im § 11 Abs. 6 des Schulunterrichtsgesetzes in Kraft, in deren Folge die Verordnung über die Befreiung aus einem Pflichtgegenstand außer Kraft gesetzt wurde.

Eine Befreiung erfolgt in der Regel auf Antrag des Schülers / der Schülerin und wird nach wie vor von der Direktion ausgesprochen. Sie darf nur aus gesundheitlichen Gründen erfolgen und die Schulleitung kann zu diesem Zweck auch ein ärztliches Zeugnis (Befund) verlangen. Darüber hinaus kann künftig eine Befreiung aus Bewegung und Sport mit oder ohne Auflage von Prüfungen ausgesprochen werden.

(Gesetzestext)

§ 11. Abs. 6 Schulunterrichtsgesetz:

„Auf Ansuchen des Schülers oder der Schülerin oder von Amts wegen hat der Schulleiter oder die Schulleiterin einen Schüler oder eine Schülerin von der Teilnahme an einzelnen Pflichtgegenständen und verbindlichen Übungen ohne oder mit Auflage von Prüfungen zu befreien, wenn dieser oder diese aus gesundheitlichen Gründen daran nicht teilnehmen kann. Der Schulleiter oder die Schulleiterin kann im Zweifelsfall hiefür die Vorlage eines ärztlichen Zeugnisses verlangen.“

Das bedeutet für die Praxis:

  • Befreiungen können nur von der Direktion ausgesprochen werden,
  • im Regelfall ist ein Antrag auf Befreiung zu stellen (außer Befreiung von Amts wegen),
  • eine Befreiung darf nur aus gesundheitlichen Gründen ausgesprochen werden,
  • eine Befreiung kann mit und ohne Auflage von Prüfungen ausgesprochen werden,
  • befreite Schüler/innen müssen am Unterricht nicht teilnehmen.
  • Als Grundlage für das Aussprechen einer Befreiung kann ein ärztliches Zeugnis herangezogen werden. Dieses hat einem Gutachten zu entsprechen und daher das maßgebliche Krankheitsbild und die sich daraus ergebenden medizinischen Schlussfolgerungen zu enthalten.
  • Liegt ein privatärztliches Gutachten vor, kann im Bedarfsfall auch der Schularzt / die Schulärztin zur dessen Interpretation herangezogen werden.
  • Bestehen Zweifel am privatärztlichen Gutachten, kann mit Zustimmung des Schülers / der Schülerin auch der Schularzt / die Schulärztin mit der Erstellung des Gutachtens betraut werden. Wird diese schulärztliche Begutachtung vom Schüler / von der Schülerin verweigert, ist das Ansuchen um Befreiung abzulehnen.
Übersicht zum Download

SchOG 8b – Änderung

Ab 1.9.2018 gilt eine neue Formulierung des § 8b SchOG, in welchem die Koedukation in Bewegung und Sport geregelt ist. Demnach sind künftig keine Ansuchen an die Schulbehörde bei koedukativem Unterricht auf Grund der geringen Geschlechterzahl mehr erforderlich. Grundsätzlich gilt weiterhin der geschlechtergetrennte Unterricht aber der Sekundarstufe 1.

(Gesetzestext)

 

Schulorganisationsgesetz:

Führung des Unterrichtsgegenstandes Bewegung und Sport

§ 8b. (1) Der Unterricht in Bewegung und Sport ist ab der 5. Schulstufe getrennt nach Geschlechtern zu erteilen, sofern im Folgenden nicht anderes bestimmt wird. Bei nach Geschlechtern getrennter Unterrichtserteilung können Schülerinnen und Schüler mehrerer Klassen zusammengefasst werden.

(2) Wenn bei Trennung nach Geschlechtern wegen zu geringer Schülerzahl nicht für alle Schülerinnen und Schüler der lehrplanmäßige Unterricht im Pflichtgegenstand Bewegung und Sport erteilt werden könnte, darf der Unterricht auch ohne Trennung nach Geschlechtern erteilt werden. Dasselbe gilt im Freigegenstand und in der unverbindlichen Übung Bewegung und Sport sowie in den sportlichen Schwerpunkten in Sonderformen, sofern diese Unterrichtsveranstaltungen auf Sportarten beschränkt sind, bei denen vom Standpunkt der unterschiedlichen Leistungsfähigkeit und der koedukativen Führung kein Einwand besteht. Ferner kann der Unterricht in Bewegung und Sport ohne Trennung nach Geschlechtern erteilt werden, wenn der Unterricht gleichzeitig durch mehrere Lehrerinnen und Lehrer (im Falle des Unterrichts für mehrere Klassen oder Schülergruppen) erfolgt und wenn dies aus inhaltlichen Gründen (zB Tanz, Schwimmen, Freizeitsportarten) zweckmäßig ist.

(3) Die Bestimmungen der Abs. 1 und 2 finden an Schulen für Berufstätige mit modularer Unterrichtsorganisation insofern nicht Anwendung, als sie sich auf die Organisation des Unterrichts in Klassen beziehen.

(4) Die Festlegungen gemäß Abs. 1 bis 3 sind vom Schulleiter oder von der Schulleiterin zu treffen. § 8a Abs. 2 ist anzuwenden.